Instruktor*innen Fortbildung

 

Am 24. und 25. September 2022 traf sich eine Gruppe von F.O.T.T.® Instruktor*innen im Therapiezentrum Burgau zu einer gemeinsam gestalteten Fortbildung, um anhand von ausgewählten und in Theorie und Praxis aufbereiteten Themen, die Qualität von Kursinhalten zu sichern.
In einer konstruktiven, von gegenseitigem Feedback unterstützten Austausch- und Lernatmosphäre, wurden die nachfolgend zusammengefassten Punkte reflektiert und bearbeitet.

 

Erster Tag

Am ersten Tag standen die Themen Haltung und Bewegung, die Zunge und Therapeutisches Essen auf dem Programm.

'Haltung und Bewegung' im Zusammenhang mit der Untersuchung und Behandlung des facio-oralen Trakts gedacht, gehört zum Grundverständnis der F.O.T.T.®. Viele schwerer betroffene Patienten können ihre Körperposition nur eingeschränkt oder gar nicht verändern.
Wir beleuchteten die Wichtigkeit, diesen Patienten häufiger in der Therapie das Angebot kleinerer Positionsveränderungen zu machen. Normale Körperposition, normale Körperhaltung ist nie fixiert, sondern dynamisch-stabil. Zudem beschäftigten wir uns mit der Frage, wann 'Lernen' im Rehabilitationsprozess des Patienten stattfindet und setzten uns mit Aspekten von Mobilisation und zielgerichteter Bewegungsunterstützung auseinander.

Grundkursthemen wie die genauere Betrachtung der Zunge sind Themen, bei denen es didaktisch zunächst um die Zunge als Struktur geht. Untersuchungs- und Behandlungsvorgehen erschließen sich jedoch erst, wenn der Blick erweitert wird und die Zunge in ihrer Bedeutung im funktionellen Kontext mit Nahrungsverarbeitung, Schlucken, Reinigung der Mundhöhle und Sprechen verstanden wird.
Im Unterrichten geht es somit darum, die Komplexität herauszuarbeiten und in die Funktionalität zu überführen. Dies arbeiteten wir ebenso heraus wie weiterentwickelte Fazilitationen von Zungenbewegungen.

Der Einbezug von Nahrungsmitteln in die Behandlungssituation, Umgang mit Mengen und Konsistenzen und ihre Anforderungen an den facio-oralen Trakt, waren Aspekte des Themas 'Therapeutisches Essen', genauso wie der Umgang mit Penetration und Aspiration, die wir diskutierten.

 

Zweiter Tag

Der zweite Tag des Treffens stand im Fokus der Atmung.

Bei diesem großen und wichtigen Thema befassten wir uns mit unserem Verständnis der Atmung in der F.O.T.T.® und ihrem Stellenwert in den Unterrichtskursen. Eingeladen hatten wir Daniel Liedert, der als Atmungstherapeut und langjähriger Anwender des F.O.T.T.® Konzeptes mit uns Aspekte beleuchtete, die sich durch seine Ausbildung zum Atmungstherapeuten verändert haben.
Insbesondere die zunehmende Häufung von kombinierten neurogenen Dysphagien und pulmonalen Vor- oder Begleiterkrankungen stellen auch die Therapeuten vor große Herausforderungen.
Der Zusammenhang zwischen Atemfrequenz und Schluckkapazität eines Patienten war ebenso ein besonderer Aspekt, der im Klinikalltag noch zu wenig reflektiert wird und der für unsere weitere Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig ist.

 

Impressionen

 

 

 

 

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